Galápagos-Inseln

Die Galápagos-Inseln sind eine Pazifischen Ozean und gehören zu Ecuador. Es gibt 13 große Inseln (Isabela, Santa Cruz, Fernandina, Santiago (San Salvador), San Cristóbal, Floreana (Santa María), Española, Genovesa, Santa Fe, Darwin, Roca Redonda, Marchena, Pinta), 8 kleine Inseln und etwa 40 winzige Inselchen. Etwa 25.000 Menschen (2004) bewohnen die Inseln.

Galapagosinseln

Die Galapagos-Inseln wurden 1535 zufällig durch Spanier entdeckt. Tomás de Berlanga, der damalige Bischof von Panama, kam mit seinen Leuten vom Kurs Richtung Peru ab und strandete an einer der Vulkaninseln. Mehrere Tage verbrachten sie dort und suchten nach Trinkwasser. 10 Pferde und zwei Spanier verdursteten. Die restlichen tranken den Saft der Kakteen und erbeuteten Robben und die Riesenschildkröten. In einer Schlucht fanden sie schließlich ausreichend Trinkwasser für die Heimfahrt.

Die Galápagos-Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Die tektonische Platte (Nasca-Platte), auf der die Inseln liegen, bewegt sich über eine Magmakammer, die auch heute noch vulkanische Aktivität auf den Inseln Isabella und Fernandina bewirkt (sogenannte Hot-Spot Theorie). Auf der Insel Fernandina brach deren Vulkan Cumbre zuletzt im Mai 2005 aus.

Obwohl die Inseln in der Nähe des Äquators liegen, ist das Klima aufgrund des mit 20 Grad Celsius relativ kühlen Meerwassers (vom Humboldtstrom und von aufsteigendem Tiefenwasser) eher gemäßigt. Dieses nährstoffreiche Tiefenwasser wiederum ist verantwortlich für den Artenreichtum um die Insel herum.

Satelitenbild - Galapagosinseln

Es gibt eine Regenzeit, die mit einem Gipfel im April von Januar bis Juni dauert. Das übrige Jahr fällt fast kein Niederschlag.

In so genannten El-Niño-Jahren verändern sich sowohl die Meeresströmungen als auch die Niederschlagsmengen. Das ausbleibende Tiefenwasser dezimiert alle auf das Meer angewiesenen Arten, während die hohen Regenmengen ein überdurchschnittliches Pflanzenwachstum und einen daraus folgenden Tierreichtum auf den Inseln zur Folge haben. ufgrund ihrer Entfernung von anderen Landmassen zeichnen sich die Galápagos-Inseln durch eine Vielzahl endemischer Tier- und Pflanzenarten aus. Leider haben die Einführung fremder Arten sowie die Jagd im 19. Jahrhundert viele dieser einzigartigen Tierarten (z. B. die riesigen Galapagos-Riesenschildkröte) fast zum Aussterben gebracht.

Nach der Ausrufung des Nationalparkes und der Gründung der Charles Darwin Forschungsstation geraten die Inseln immer mehr in den Blickpunkt von Tourismus und Fischerei-Wirtschaft. Die Inseln haben sich mittlerweile von einem Traumziel für Biologen zu einem boomenden Wirtschaftsraum entwickelt, in dem ökonomische Interessen gegen ökologische abgewogen werden müssen. Zum einen bietet die Inselwelt der Galapagos ein einmaliges Erlebnis der nur hier vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, so dass mittlerweile ca. 80.000 Touristen jährlich (2003) das Archipel besuchen. Weiterhin bietet das Meeresgebiet rund um die Inseln einen großen Fischreichtum. Besonders gefragt sind Haifisch-Flossen und Seegurken. Der Fang von Seegurken ist unter Auflagen erlaubt, der Fang von Haifischen ist verboten. Allgemein ist der Fischfang im Marine-Reservat Galapagos nur unter Auflagen erlaubt und für bestimmte Arten gelten spezielle Bestimmungen und Auflagen.

Auf den Galápagos-Inseln kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Naturschützern und Fischern, die sich durch die Auflagen behindert fühlen. Im März des Jahres 2004 kam es wieder zu Unruhen; im Juni desselben Jahres wurden dann die Charles Darwin Station und die Nationalparkverwaltung für zwei Wochen blockiert. In der Folge wurde nicht wie in Nachhaltigkeitsuntersuchungen gefordert die Quote gesenkt. In der folgenden Fangsaison im Herbst 2004 wurde dann die Quote bei weitem nicht ausgeschöpft. Das lässt vermuten, dass die Bestände stark abgenommen haben und eine nachhaltige Reproduktion zur Zeit nicht staffindet.

Quelle: Wikipedia